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“Die Sturmkönige – Dschinnland” von Kai Meyer

Am Tag seiner Geburt trug sein Vater ihn auf einem fliegenden Teppich hinauf in den Himmel über Samarkand – Tarik al-Jamal, der beste Schmuggler auf den Himmelsrouten des Orients. Keiner reitet einen Teppich wie er – bis er draußen im Dschinnland, den tödlichen Wüsten zwischen Samarkand und Bagdad, seine große Liebe Maryam verliert. Gebrochen und einsam verdingt sich Tarik bei illegalen Teppichrennen. Doch dann will sein jüngerer Bruder Junis die mysteriöse Sabatea durchs Dschinnland nach Bagdad bringen. Tarik fürchtet um das Leben der beiden – und stellt sich einmal mehr den Geistern seiner Vergangenheit. Eine mörderische Jagd durch die Wüste beginnt, eine Odyssee auf fliegenden Teppichen, mitten in den Krieg zwischen Dschinnen und Sturmkönigen …

Inhalt

Tarik al-Jamal ist ein begnadeter Teppichflieger, der jedoch nach seinem schmerzhaften Verlust sich nur noch darum schert, wie er das Geld seine Zechtouren zusammenbekommt – durch illegale Teppichrennen. Bei einen dieser Rennen jedoch begegnet er jedoch überraschend seinem Bruder Junis, welchen er aus den Rennen wirft, und kurz darauf der Sklavin Sabatea, was zu einem erotischen Intermezzo führt. Er ahnt nicht, was für Folgen diese Nacht haben wird, denn Sabatea hütet Geheimnisse …

Meinung

Sofort die erste Seite katapultiert einen in den Orient mit einem atemberaubenden Teppichrennen, welches sich über die ersten sechzig Seiten zieht, ohne dabei langweilig zu werden. Kurz darauf sind die drei Hauptcharaktere schon unterwegs ins Dschinnland, wo viele ungeahnte Gefahren auf sie warten. Wunderbare Wesen wie die Elfenbeinpferde und grauenerregende Kreaturen wie die Kettenmagier bevölkern eine Welt aus 1001 Nacht. Der Narbennarr erwartet sie und nie ist sicher, ob sie ihr Ziel, das ferne Bagdad, jemals erreichen werden.

Dieses Buch verzaubert einen von der ersten Seite an und fesselt einen mit faszinierenden Charakteren. Mancher Handlungsverlauf ist vorhersehbar, doch es bleiben Überraschungsmomente. Ein furioser Auftakt der Trilogie „Die Sturmkönige“, der einen mit solchen Cliffhängern zurücklässt, die einen zwingen, den zweiten Teil „Wunschkrieg“ zu kaufen, will man nicht vor Neugierde sterben. Dieses Buch ist jedoch nicht unbedingt für sehr junge Leser geeignet, enthält es doch eine recht ausführlich dargestellte erotische Szene und die Monster können selbst einen Erwachsenen schaudern lassen. Außerdem empfehle ich die wunderbar gestaltete Hardcover-Ausgabe, verbreitet sie doch gleich das richtige Flair, statt der neuen rechts zu sehenden Taschenbuch-Ausgabe.

Fazit

Spannendes Abenteuer in einer phantastischen Welt aus 1001 Nacht.

Rating: ★★★★★

Kai Meyer, „Die Sturmkönige – Dschinnland“, 432 Seiten, Bastei-Lübbe, 2008.

„Die Sturmkönige“ sind eine Trilogie, wobei der zweite Band „Wunschkrieg“ das Niveau hält, jedoch der dritte Band „Glutsand“ hingegen aus meiner Sicht leider absackt.

Bei rund 50 Veröffentlichungen muss sich die Aufstellung auf das Wesentlichste beschränken, einen vollständigen Überblick zu Kai Meyer gibt es auf seiner Homepage. Zu seinen erfolgreichsten Werken zählt die Merle-Trilogie, für die er 2003 für den Deutschen Bücherpreis nominiert wurde und die ein internationaler Erfolg wurde. Neben zahlreichen Jugendbüchern hat er auch eine Vielzahl an phantastischen Romanen für Erwachsene geschrieben, die häufig ein historisches Setting haben. Seine Bücher stehen in Deutschland regelmäßig auf der Bestseller-Liste, wurden in 30 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Alle Rezensionen im Blog finden sich unter dem Tag Kai Meyer.

27. Juli 2010         

„Die Aufräumerin“ von Maggie Alderson

Ordnung im Kleiderschrank – Chaos im Leben! Amelias Leben ist so ordentlich wie ihr Kleiderschrank – und ungefähr genauso langweilig. Erst als sie ihre wahre Berufung entdeckt, kommt wieder Schwung in ihren Alltag: Sie wird professionelle Aufräumerin. Doch während sie in den Kleiderschränken und auch in den Leben der Schönen und Reichen für Ordnung sorgt, wird ihr eigenes immer chaotischer. Denn Jugendliebe Joseph ist wieder in der Stadt, Single und wild entschlossen, Amelias Gefühle gehörig durcheinanderzuwirbeln.

Inhalt

„Sag mal, schlaft ihr immer in getrennten Betten?“ lautet der erste Satz des Buches und bildet einen interessanten Auftakt zu einem Buch, das hält, was es verspricht. Das Leben der Ich-Erzählerin Amelia wird durch ihre neue Freundin Kiki ordentlich durcheinander gewirbelt. Hatte Amelia es sich doch in ihrer Beziehung mit ihrem Ehemann Ed bequem eingerichtet. Doch Kiki sorgt dafür, dass Amelia endlich ihr Leben in die Hand nimmt und ihr klar wird, was sie wirklich will. Mit von der Partie sind Kikis schwuler Freund Oliver, die freundliche Nachbarin Hermione mit dem grünen Daumen, der höchst attraktive Gärtner Sonny, ihr Bruder Dick – und natürlich Joseph.

Meinung

Auf den ersten fünfzig Seiten geht es zunächst nach dem Auftakt mit der Beziehungsgeschichte von Amelia und Ed weiter, ehe die Story richtig Fahrt aufnimmt und klar wird, wie Amelia zum Aufräumen kommt. Die Geschichten um ihre Kunden sind höchst amüsant und auch ansonsten versteht das Buch zu unterhalten. Das ein oder andere Klischee schlägt voll zu, wird aber erfrischend dargestellt. Die Charaktere machen die Geschichte liebenswert und so fliegen einem die Seiten nur so durch die Hand.

Ich habe dieses Buch zufällig beim Stöbern nach Chick-Lit entdeckt und aufgrund des Klappentextes zugegriffen, welcher mich nicht enttäuscht hat. Wer Kerstin Gier und Sophie Kinsella mag, wird dieses Buch verschlingen – ich hatte es unter der Woche binnen drei Tagen ausgelesen und das nur durch Cafés und Zug. Leider ist bisher noch fast nichts von der Autorin übersetzt worden – aber das kann sich noch ändern. Meine Erwartungen an ein Buch dieses Genres wurden voll erfüllt.

Fazit

Unterhaltsamer Chick-Lit.

Rating: ★★★★★

Maggie Alderson, Originaltitel „How To Break Your Own Heart“, übersetzt von Gabriele Weber-Jaric, 448 Seiten, rororo, Juni 2010.

Die Australierin Maggie Alderson ist nicht nur Autorin, sondern war und ist auch Mode-Journalistin und Herausgeberin erfolgreich. Bisher erschienen folgende Romane von ihr: Im Jahr 2000 „Pants on Fire“ (dt. „Vier Kerle für Georgia“), 2002 folgte „Mad About the Boy“, danach in 2004 „Handbags and Gladrags“ (dt. „Highheels kommen vor dem Fall“), anschließend in 2006 „Cents and Sensibility“, dann 2008 das hier besprochene „How to Break Your Own Heart“. 2010 wurde „Shall We Dance“ veröffentlicht, 2012 dann „Everything Changes But You“. Der bisher letzte Band erschien 2015 unter dem Titel „Secret Keeping for Beginners“. Es gibt zudem ein Kinderbuch von ihr, veröffentlicht im Jahr 2011 unter dem Titel „Evangeline: The Wish Keeper’s Helper“. Sie hat zudem vier Sammlungen ihrer Kolumnen veröffentlicht: 1998 „Shoe Money“, 2001 „Handbag Heaven“, 2007 „Gravity Sucks“ und 2011 „Style Notes“.

25. Juli 2010         

Rezension: „Der Kuss des Kjer“ von Lynn Raven

Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die »Tränen der weißen Schlange«, an den Hof bringen.
Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als »Blutwolf« verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung …

Meine Rezension zu „Der Kuss des Kjer“

Inhalt

Die Geschichte beginnt mit einem starken Prolog und reißt fast von der ersten Seite an mit. Mit Lijanas zusammen taucht man in die faszinierenden Kultur der Kjer ein und fiebert bald mit den Charakteren mit. Auf der einen Seite die unermüdliche Heilerin, auf der anderen Seite der finstere Krieger – scheinen zunächst die Rollen, Loyalitäten und Motive der Handelnden klar verteilt, zeigt sich im Verlauf der Geschichte, dass vieles nicht so ist, wie es scheint. Die Reise wird für Lijanas und Mordon zu einer Reise zu sich und ihrer eigenen Identität.

Meine Meinung

Auch wenn schon mit dem Klappentext klar ist, wo in „Der Kuss des Kjer“ die Reise letztlich hingeht, ist der Weg dahin steinig und gespickt mit der ein oder anderen Überraschung – auch für den Leser. Lynn Raven setzt die Fantasyelemente gekonnt und dosiert ein, so dass die Geschichte sich allmählich verdichtet und immer facettenreicher wird, trotz ihres klaren Fantasycharakter dabei immer glaubwürdig und in sich realistisch bleibt. Der geübte Leser kann natürlich erahnen, wohin sich einige Charaktere entwickeln, aber auch dort ist nicht alles vorhersehbar. Die Liebesgeschichte fügt sich wunderbar harmonisch ein, verfällt kaum in Klischees und man fühlt mit – in meinen Fall vor allen Dingen mit Mordan.

Ich finde das Buch nahezu perfekt geschrieben und mein einziger Wunsch wäre gewesen, dass die Geschichte noch länger ist. Vor allen Dingen das Ende hätte ich mir noch etwas ausführlicher gewünscht, auch wenn es so durchaus nicht abgehakt ist.  Außerdem hätte der erotische Anteil ein klein wenig höher sein können. Da die Geschichte mich so gefesselt hat, habe ich mir heute „Der Spiegel von Feuer und Eis“ von Alex Morrin (das ist ein Pseudonym der Autorin) bestellt und warte gespannt, ob dieses Buch das Niveau auch erreichen wird.

In einem Satz

Eine tolle Romantasy!

Rating: ★★★★★

Lynn Raven, Der Kuss der Kjer, 608 Seiten, cbt, Juni 2010.

Dir hat die Rezension gefallen und dich interessiert das Buch? Dann bestell es jetzt:
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Mehr zur Autorin Lynn Raven im Flashback Friday.

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