Rezension: „These Vicious Masks“ von Tarun Shanker und Kelly Zekas

England, 1882. Evelyn is bored with society and its expectations. So when her beloved sister, Rose, mysteriously vanishes, she ignores her parents and travels to London to find her, accompanied by the dashing Mr. Kent. But they’re not the only ones looking for Rose. The reclusive, young gentleman Sebastian Braddock is also searching for her, claiming that both sisters have special healing powers. Evelyn is convinced that Sebastian must be mad, until she discovers that his strange tales of extraordinary people are true—and that her sister is in graver danger than she feared.

Meine Rezension zu „These Vicious Masks“

Inhalt

England im Jahr 1882: Evelyn ist gelangweilt von der Gesellschaft und ihren Erwartungen. Ihre Schwester Rose ist nicht zuletzt wegen ihrer Begabung als Krankenschwester in der Gesellschaft sehr beliebt, auch wenn diese Tätigkeit nicht standesgemäß ist. Als Rose unter sehr supekten Umständen verschwindet, reist Evelyn gegen den Willen ihrer Eltern nach London. Unterstützt wird sie vom schneidigen Mr. Kent und dem mysteriösen Mr. Braddock. Dieser behauptet, dass Rose und Evelyn über spezielle Heilkräfte verfügen. Lächerlich, glaubt Evelyn.

Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, denn auch wenn Evelyn am liebsten jede Minute mit der Suche nach ihrer Schwester verbringen würde, muss sie auf ihrer beider Ruf achten und deshalb an gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen, die sich nicht ohne Fallstricke erweisen. Zudem erkennt sie, dass es möglich ist, dass  Mr. Braddock die Wahrheit sagt. Dass sie nicht die einzigen Menschen mit speziellen Fähigkeiten sind. Und dass Rose in noch größerer Gefahr als angenommen ist …

Meinung

Am Anfang fiel es mir etwas schwer, mich in „These Vicious Masks“ reinzufinden, vor allem da für mich einiges an Details unstimmig zu sein schien. Allerdings ist es so, dass ich meistens Romane aus der Regency-Zeit lese und nicht aus der späten viktorianischen Ära. Möglicherweise hatten sich die Sitten vielleicht schon dementsprechend geändert, so dass die Schilderungen im Buch weitestgehend akkurat sind. Auch Eve selbst missfiel mir, wie stark sie sich von den langweiligen gesellschaftlichen Konventionen abzugrenzen versuchte, sie wirkte mir in ihrer Art zu denken und zu sprechen zu modern. Nach der Abreise nach London war dies aber kaum mehr Thema für mich.

Eve ist ein interessanter Charakter, der immerzu mit dem Kopf durch die Wand will und sich damit in gefährliche Situationen bringt. Das Schöne ist, dass unangenehmen Konsequenzen für das undurchdachte Verhalten fast immer auf dem Fuß folgen und wenn nicht sofort, dann später. Weniger nervig als erwartet wurde der Wettstreit zwischen Mr. Kent und Mr. Braddock, was zum Großteil daran liegt, dass beide keine strahlenden Helden sind.

Ingesamt gefiel mir, dass das Geschehen mit der Zeit an Geschwindigkeit gewinnt und es die ein oder andere überraschende Wendung gibt. Da es – wie könnte es derzeit anders sein – eine Trilogie werden soll, ist am Ende zwar ein Bösewicht besiegt, die Geschichte aber noch lange nicht vorbei. Die Fortsetzung könnte interessant sein, aber ich brenne jetzt auch nicht drauf, diese zu lesen.

In einem Satz

Ein YA-Roman über paranomale Kräfte, angesiedelt in der viktorianischen Ära, der erstaunlich gut funktioniert.

Rating: ★★★★☆

Tarun Shanker und Kelly Zekas, „These Vicious Masks“, 320 Seiten, Swoon Reads, 9. Februar 2016.

28. Mai 2016         

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