Nachgefragt bei … Elle (Teil 1)

Im März freue ich mich Euch Elle von *thebookmonster vorstellen zu dürfen, deren Blogdesign ich sehr mag und wozu ich deshalb prompt eine Frage gestellt habe. Aber nicht nur deshalb freut es mich sehr, dass sie die Zeit zur launigen Beantwortung der Fragen gefunden hat. Im Interview verrät sie, wann sie einen epileptischen Anfall zu bekommen droht und was Pokêmon mit ihrem Charakter zu tun hat. Viel Spaß mit dem ersten Interviewteil! Fortsetzung folgt wie immer.

Wie würdest du dich selbst in drei Sätzen beschreiben?
Das ist fies. Schwierig, aber ich versuch’s. (1.) Ich bin jemand, der sowohl ruhig und gefasst,  als auch geistesgestört sein kann, wenn ich die richtige Umwelt um mich herum habe. (2.) Meine rechte Gehirnhälfte ist sicherlich besser ausgeprägt als meine linke, also halte ich mich für einen kreativen Menschen, der gerne Bücher liest, zu oft über das Leben sinniert, leidenschaftlich Tee trinkt, jedes Wochenende Filme und Serien schaut, selbstgemachte Beerensmoothies zubereitet, diesunddas zeichnet und Ed Sheeran vergöttert. (3.) Ich finde, die Kindheit prägt eine Person sehr und deshalb möchte ich preisgeben, dass ich ein erfolgreicher Pokêmon-Trainer war und der Allerbeste sein wollte, wie keiner vor mir war.

Wie kamst du auf die Idee, über Bücher zu bloggen?
Die Antwort ist einfach: Ich liebe Bücher. Und ich habe wirklich keinen, mit dem ich über meine Lieblinge reden kann. Meine Meinung konnte ich einfach nicht für mich behalten und musste meinen Geist stillen. Irgendwann bin ich auf einen Buchblog gestoßen, habe dann *thebookmonster erstellt und jetzt bin ich seit knapp 2 Jahren dabei und habe über 200 Menschen, die mir zuhören.

Wie viel Zeit wendest du ungefähr die Woche zum Bloggen auf?
Natürlich jede Sekunde meiner Freizeit. Moi vorbildliche Bloggerin. Okay, nein. Das ist immer unterschiedlich. Manchmal habe ich mehr, manchmal weniger Zeit, manchmal auch einfach keine Lust. Es gibt Phasen, da bin ich fast jeden Tag für mindestens eine halbe Stunde am Blog und bearbeite einen Post, aber es gibt natürlich auch Tiefpunkte (die meiste Zeit eigentlich – Schule, ich liebe dich und möchte meine ganze Freizeit mit dir verbringen!), in denen ich vielleicht einmal in der Woche an den Laptop komme und deshalb dementsprechend zwei Wochen lang nichts poste. Aber ich bin auch jemand, der das Bloggen nicht als Job ansieht und von daher keine Angstzustände entwickle, wenn ich mal für längere Zeit schlicht und einfach nicht kann oder möchte. 

Hast du das Theme für deinen Blog selbst designt? 
Also, die Grafiken (der graue Hintergrund und das nur von mir blau eingefärbte Monster) habe ich ehrlich gesagt aus der fantastischen Welt namens Internet aus dem ominösen Ort „Google-Bilder“ geklaut… Jetzt seid ihr wahrscheinlich alle enttäuscht, ich habe auch kein schickes Bearbeitungsprogramm oder sonstige Kenntnisse über Grafik-Design. Aber ansonsten ist das restliche Zeug tatsächlich von mir. Es war nicht wirklich schwer den Header, mein Menü etc. zu entwickeln – mein Design ist ja sehr, sehr schlicht. Aber ich habe es gerne einfach und nicht überladen. Das Ding ist, das hat trotzdem starke Nerven und Geduld gekostet.

Was war dein schönstes Erlebnis mit deinem Blog?
Das schönste Erlebnis? Dieses Interview <3 ;) Es sind aber auch vielleicht, ganz vielleicht die lieben Menschen, die ich durch das Bloggen kennengelernt habe. Die Kommentare, die auf meinen Posts hinterlassen werden, versüßen mir öfters den Tag und geben mir das Gefühl, zu wissen, warum ich all dies mache. Deshalb macht das  Bloggen Spaß: die Kommunikation.  Aber ich pflege auch außerhalb meines Blogs mit einigen Bloggern eine ich würde schon sagen „Freundschaft“, dabei reden und sprechen wir eigenartigerweise fast nie über Bücher. Ja, Buchliebhaber sind auch nur Menschen. 

Was macht für dich eine gute Rezension aus?
Fragst du jemanden, der von seinen Rezensionen auch nicht so ganz überzeugt ist! Also, eine gute Rezension muss für mich gut geschrieben sein, ein Buch grob vorstellen, sodass man sich ein gutes Bild davon machen kann (aber bitte nicht das halbe Buch runterrattern) und natürlich das Leseerlebnis möglichst interessant widerspiegeln. Außerdem muss eine Rezension Gefühle rüberbringen. Man will ja nicht einschlafen. Sei witzig oder emotional oder ansteckend begeistert oder abgrundtief enttäuscht und lass es uns wissen!

Wie hältst du es mit Rezensionsexemplaren in deinem Blog?
Also, bei drei RE leide ich schon knapp unter einem epileptischen Anfall. Kein Scherz. Normalerweise ist es bei mir aber so, dass ich höchstens eines im Monat lese. Ich setze mich nämlich dabei unter Druck und habe das Gefühl, es mögen zu müssen und möglichst bald die Rezension rauszubringen. Natürlich hält mich ein bereitgestelltes Buch trotzdem nicht davon ab, es negativ zu beurteilen und meine ehrliche Meinung zu erläutern. Was aber nicht heißt, dass ich trotzdem Gewissensbisse verspüre, wenn meine Bewertung schlechter als der Durchschnitt ist. Deshalb versuche ich nur Bücher anzufragen/nehmen, bei denen ich größtenteils der Überzeugung bin, dass sie mir gefallen werden.

Morgen folgt der zweite Teil!

26. März 2014         

4 Kommentare

  1. Anja sagt:

    Endlich mal wieder jemand, der sich nicht ständig unter Druck setzt, um mehr Beiträge zu veröffentlichen. Eine sehr gesunde Einstellung, das gefällt mir :)

  2. Melanie S. sagt:

    Du schreibst so süß ;) Ich muss die ganze Zeit grinsen, wenn ich deine Antworten lese.
    Und deine Einstellung zu REs gefällt mir. Die paar Rezensionsexemplare, die ich anfrage, sind auch Bücher, wo ich überzeugt bin, dass sie mir gefallen werden. Alleine die Vorstellung sich durch einen ganzen Stapel an Reziexemplaren lesen zu müssen, bereitet mir schon eine Gänsehaut ^^

  3. Elle sagt:

    @Anja
    Ich bin auch froh, dass ich das nicht so ernst sehe. Darunter leidet zwar mein Blog, aber andere Sachen haben höhere Priorität. :)

    @Melanie S.
    Aaaach, kann man echt so stark rauslesen, dass ich noch ein Kind bin? xD Aber freut mich um den Dauergrinser :D *brr* allein die Vorstellung…
    Ich frage mich immer wieder, wie es die vielen Blogger schaffen, die fast jede Woche einen Reziexemplar-Neuzugangspost hochladen, das seelisch verkraften. o.ö

  4. Melanie S. sagt:

    Das war jetzt gar nicht auf dein Alter bezogen, sondern dass mir dein Stil so gefällt und er direkt zum Grinsen einlädt. Also absolut positiv gemeint ;)