Nachgefragt bei … Karo (Teil 1)

Zum Jahresende hat es nun trotz zweiten Staatsexamen geklappt und ich kann Euch endlich das Interview mit Karo von Karo adores … präsentieren! Zum Ausgleich hat sie sich besonders viel Zeit für die Fragen genommen und alles ausführlich beantwortet. Ich hoffe, wir können Karo bald wieder unter den Bloggenden begrüßen. Aber jetzt erst einmal viel Spaß mit dem ersten Teil des Interviews! 

Wie würdest du dich selbst in drei Sätzen beschreiben?
Puh… die erste Frage und schon sowas Schweres. Okay, ich versuch’s: Ich bin wahrscheinlich der begeisterungsfähigste Mensch, den es gibt. Wenn ich für etwas schwärme, dann mit Haut und Haar. Ich liebe Bücher und Musik, und finde, dass die beiden untrennbar miteinander zusammenhängen. (Ob mich das jetzt wirklich umfassend beschreibt? Ich bezweifle es… ^^)

Wie kamst du auf die Idee, über Bücher zu bloggen?
Ziemlich lange Geschichte. Kennt Ihr noch StudiVZ? In der Zeit, als die Plattform sehr beliebt war, war ich dort in einer Büchergruppe namens „Zu viele Bücher, die ich lesen möchte“ angemeldet. Dort entstand schnell ein Zusammenhalt zwischen so etwa 15 Leuten, so dass wir dort täglich schrieben, anfangs natürlich viel über Bücher, später dann auch sehr viel Persönliches. Mit diesen Leuten hab ich seit einigen Jahren nun schon Kontakt, wir besuchen uns gegenseitig, nehmen an unseren Leben teil. Durch diese Gruppe entdeckte ich meine Leidenschaft für Bücher neu. Ich hab schon immer viel gelesen, aber seitdem ich diese Leute habe, hat sich das sehr gesteigert. Unter diesen tollen Bücherfreunden gibt es auch fünf Mädels, die irgendwann angefangen haben zu bloggen. Eigentlich bin ich dadurch auch darauf gekommen, dass ich das gerne machen würde. Vor allem, weil mir auch immer viele sagten, dass ich ein Talent dafür habe, andere Menschen von meinen Schwärmereien zu überzeugen. Tja, so entstand dann auch der Name „Karo adores…“, denn wir haben in dieser Gruppe auch ein Brainstorming zum Blog-Namen gemacht, und alle waren sich einig, dass es irgendetwas damit zu tun haben muss, wie sehr ich für bestimmte Sachen schwärme. (Ich glaube, ich bin vom Thema abgekommen, hmm? ^^)

Wie viel Zeit wendest du ungefähr die Woche zum Bloggen auf?
Ich würde sagen, etwa 6-10 Stunden. Es kommt immer darauf an, wie viel ich gelesen habe, und was sonst noch so passiert. Zurzeit liegt der Blog leider etwas brach, aufgrund privater Veränderungen, aber ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder mehr Zeit zum Bloggen habe.

Was war dein schönstes Erlebnis mit deinem Blog?
Ich glaube, das ist die Standard-Antwort, aber es ist wirklich so: Alle Kommentare, die ich bekomme, versüßen mir den Tag. Alle Leute, die ich durch den Blog kennenlernen durfte, hauptsächlich sehr liebe Bloggerkolleginnen und Vertragsmitarbeiter, haben mein Leben bereichert. Ziemlich toll ist es aber auch, wenn ein Autor auf eine meiner Rezensionen aufmerksam wird, oder auch ein Musiker auf eine meiner „Adorables“-Beiträge. Sowas macht mich immer sehr stolz, und es gibt meinem Bloggerdasein wieder neuen Schwung, wenn mich mal wieder ein Motivationstief gepackt hat. Zudem ist es immer wieder toll, wenn ich jemanden von meinen Schwärmereien überzeugen kann, was auch schon mehrmals passiert ist.

Wie hat sich die Buchbloggerwelt im Laufe der Jahre verändert?
Sie ist größer geworden! :D Aber mal ehrlich: die Blogs sprießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, es ist schwer, den Überblick zu behalten. Leider finde ich auch, dass dadurch ein bisschen die Ernsthaftigkeit bei manchen verloren geht. Komischerweise folge ich mittlerweile aber nur noch wenigen neuen Blogs, irgendwann ist es auch einfach zu viel, ich komme so schon kaum hinterher. Zudem merkt man in letzter Zeit aber immer mehr, dass einige alteingesessene Blogger ihre Blogs vernachlässigen/pausieren/aufgeben. Ich finde das sehr schade, denn da waren einige tolle Blogs darunter! (Allerdings darf ich mich wohl gerade nicht beschweren… Wer im Glashaus sitzt…)

Hast du eine Lieblingsbücherseite (Buchhomepage, Büchermagazin, etc.) im Netz?
Ehrlich gesagt habe ich das nicht. Ich war eine Zeitlang bei GoodReads unterwegs, aber das habe ich wieder aufgegeben, ich bin eh schon zu viel im Internet unterwegs. Die meisten Empfehlungen hole ich mir von meinen Bücherfreunden, von denen ich vorhin schon sprach, und von meinen Lieblingsbloggern. Das reicht auch wirklich aus. :)

Was macht für dich eine gute Rezension aus?
Ich sehe das nicht so eng. Es ist mir vor allem wichtig, dass zum einen die Rechtschreibung und die Grammatik stimmen, und dass keine schwerwiegenden Spoiler enthalten sind. Da ich selbst immer eher frei von der Leber weg schreibe, habe ich sonst keine großen Ansprüche an die Bestandteile einer Rezension, so lange sie überzeugend ist und sich gut liest. Zu viel Nacherzählung der Story gefällt mir nicht, allerdings lese ich gern etwas über die Charaktere. Man sieht also: es ist nicht viel Konkretes, sondern eher das Gefühl, dass ich beim Lesen der Rezension habe.

Wie hältst du es mit Rezensionsexemplaren in deinem Blog?
Mein Konsum von Rezensionsexemplaren hat stetig abgenommen über die Zeit. Klar, am Anfang fordert man noch so viel an wie geht, weil man es so aufregend findet, überhaupt Bücher umsonst zu bekommen. Aber ich, wie auch viele andere, habe schnell gemerkt, dass man dann irgendwann wirklich nur noch damit beschäftigt ist, die Stapel an Rezensionsexemplaren abzuarbeiten. Oft ist dann auch viel Mist dabei, was mich dann wieder ärgert, weil ich meine Zeit verschwendet habe. Daher halte ich es jetzt so, dass ich wirklich nur noch das anfordere, was mich wirklich richtig und ehrlich interessiert und wovon ich überzeugt bin, dass es mir gefallen könnte, überwiegend sind dies auch Reihenfortsetzungen. An sich finde ich es aber nach wie vor toll, dass Bloggern die Chance gegeben wird, Bücher vorab zu lesen und zu rezensieren.

Wenn dich ein Litblogneuling nach einem Tipp fragen würde, welchen würdest du ihm geben?
Versuche, Deinen eigenen Stil zu finden. Bleibe konstant dabei und schätze alle Deine Leser. Kopiere nie-nie-nie-niemals von anderen Bloggern! Und verzweifle nicht, wenn Du nicht gleich in der ersten Woche 100 neue Kommentare oder Leser hast. Wenn Du regelmäßig dabei bleibst und die Qualität stimmt, kommen die Leser von ganz allein. Außerdem darf man nicht vergessen, dass man auch für sich selbst bloggt, und nicht nur dafür, dass man die meisten Leser ansammeln kann. Ach ja, und: Pass auf, dass es mit den Rezensionsexemplaren nicht überhand nimmt! Sie sind mit viel Arbeit verbunden!

Morgen folgt Teil 2.

27. Dezember 2012         

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