“Reckoners: Steelheart” von Brandon Sanderson
“Weil ich Layken liebe” von Colleen Hoover
“Silber – Das zweite Buch der Träume” von Kerstin Gier
“Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes
“Wir beide, irgendwann” von Jay Asher und Carolin Mackler
“Phantasmen” von Kai Meyer
“With All My Soul” von Rachel Vincent
“One Perfect Christmas” von Paige Toon
“One Perfect Summer” von Paige Toon

Re-Read des Monats: “Der goldene Kompass”


Rückblende: Es war vermutlich in der sechsten Klasse, als ich zum ersten Mal “Der goldene Kompass” gelesen habe, nachdem ich mir das Buch in der Schülerbücherei ausgeliehen hatte. Ich fand diese Welt einfach wunderbar magisch und habe das Buch verschlungen. Und dann natürlich auch die anderen beiden Teile der Trilogie, die immer ganz anders waren, als ich vorher erwartet hätte. Fortan blieben sie in meinem Herzen.

Viele Jahre später habe ich mir die wunderschönen Hardcover gekauft, nachdem ich ursprünglich einen Freund den ersten Teil geschenkt hatte, er es mir aber zurück überlassen hat. Damals hat es allerdings nicht so ganz mit dem Re-Read geklappt. Aber die Verfilmung des Buches haben wir uns natürlich dennoch angesehen.

Nachdem nun Miss Bookiverse die Bücher grad zum ersten Mal liest, nachdem sie diese schon auf Deutsch und Englisch gehört hat, verspürte ich auch große Lust, sie endlich wieder hervorzuholen. Wollte ich ja eigentlich schon letztes Jahr für “Zurück in die Vergangenheit” …

Währenddessen: Nicht jedes Detail sind im Gedächtnis präsent geblieben, aber überraschen tut mich dennoch wenig. Aber das soll ein Re-Read auch nicht. Was mir allerdings mit viel mehr Leseerfahrung jetzt doch auffällt, ist die Tatsache, dass die Geschichte mir jetzt nicht mehr perfekt erzählt scheint, sondern dass sie doch noch an der ein oder anderen Stelle noch gelungener sein könnte. Aber sie ist immer noch wunderschön und ich freue mich schon sehr darauf, endlich im Norden anzukommen, wo die Geschichte dann wieder richtig magisch wird. Panzerbären, Hexen und das Nordlicht warten!

Zukunftsaussichten: Natürlich die Geschichte beenden und die anderen Teile lesen. Ich bin insbesondere auf dem dritten Teil gespannt, wie ich den aus heutiger Sicht beurteile. Aber zunächst einmal steht ein Wiedersehen mit Will an!

29. August 2014         

Waiting on Wednesday #7

New WoWSeit Jill die Aktion im August 2008 gestartet hat (siehe hier), hat das Meme seinen Weg  in Buchblogs in aller Welt gefunden. Ihre  kurze Erklärung zum Inhalt: ”Waiting On” Wednesday is a weekly event, hosted here [by Jill of Breaking the Spine], that spotlights upcoming releases that we’re eagerly anticipating.

Es gibt nur ganz wenige Autoren, bei denen ich jede Neuerscheinung kaufe, sobald sie erhältlich ist. Selbst Brandon Sanderson gehört da noch nicht dazu, weil er so eine gewaltige Backlist hat und ich mich immer noch nicht entscheiden konnte, in welcher Sprache ich mir die Bücher ins Regal stellen soll. Auch von Kai Meyer habe ich immer noch nicht alles gelesen, aber ich kaufe schon länger jede Neuerscheinung. Allerdings behalte ich längst nicht alles, denn so manches Buch von ihm hat mich doch ein wenig enttäuscht, zuletzt “Phantasmen“.

Aber da der gute Mann sehr emsig schreibt, steht nach nur einem halben Jahr die nächste Neuerscheinung ins Haus. Am 25. September erscheint “Die Seiten der Welt“. Dieses Mal wird es wieder sehr phantastisch, was mich hoffen lässt, denn diese Bücher fand ich sowieso immer am besten von ihm. Die Geschichte scheint in einer Welt voller Bücher zu spielen und erinnert mich ihrer Beschreibung nach ein wenig an “Odessa und die geheime Welt der Bücher” von Peter Olmen sowie “Tintenherz” von Cornelia Funke.

JEDES BUCH HAT GEHEIME SEITEN – EIN MAGISCHER ROMAN VOLLER PHANTASTISCHER ABENTEUER

„Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt.“

Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.
Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.

Meines Wissenstand nach soll es wieder ein Einzelband werden, aber das ist ja nichts schlechtes. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass Kai Meyer Trilogien mehr liegen. Falls das Buch “nur” 4 oder 4,5 Sterne von mir bekommt, werde ich allerdings wieder ganz stark sein müssen, da ich auf Amazon jedes Mal Unmengen an “Nicht hilfreich” reingedrückt bekomme. Seine Fanbase versteht da offenbar überhaupt keinen Spaß.

27. August 2014         

booklooker im Test

booklooker-logoFast jeder Buchblogger sortiert früher oder später Bücher aus, sei es wegen Platzmangel, weil Bücher nicht gefallen haben oder sie einen einfach nicht mehr interessieren. Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese Bücher loszuwerden. Das geht zum einen über Tauschen, sei es in Facebookgruppen oder Tauschbörsen wie Tauschticket. Ich persönlich bevorzuge aber den Verkauf von Büchern, damit ich mir nicht direkt wieder Bücher in Haus hole, die mich eigentlich gar nicht interessieren. Auch hier gibt es wieder verschiedene Wege beim Vorgehen. Das eine ist der Verkauf an eine Ankaufplattform wie momox (mein Bericht zu momox) oder Amazon Trade-In. Um einen guten Überblick zu bekommen, welcher Anbieter den besten Preis macht, empfehle ich diesen Artikel zu Reclyingmonster. Die Ankaufpreis-Suchmaschine zeigt euch übersichtlich den geboteten Preis verschiedener Anbieter an.

Eine andere Möglichkeit, um die es hier heute gehen soll, ist der direkte Verkauf an den Endkunden. Wer nicht direkt über einen Blog verkaufen kann oder will und auch nicht über Facebook handeln möchte, wird nicht umhin kommen, einen Zwischenhändler einzuschalten. Dieser bietet Reichweite und Infrastruktur, verlangt im Gegenzug aber Provisionen. Dennoch kann dieser Schritt sehr lohnenswert sein, ist die Provision doch meistens geringer als der Preisabschlag beim Ankaufen. Allerdings bekommt man natürlich erst Geld, wenn das Buch einen Abnehmer gefunden hat, was sich natürlich eine Weile ziehen kann. Mögliche Plattformen für das selber anbieten sind Amazon, eBay und eben booklooker.

Booklooker wurde mir von mehreren Personen vor einigen Monaten empfohlen, als ich nach einem Weg gesucht habe, meine Bücher zu einen guten Preis verkauft zu bekommen. Denn die Preise der Ankaufplattformen fand ich in den meisten Fällen nicht sehr zufriedenstellend. eBay hat für mich den Nachteil fester Kosten allein für das Einstellen (ab bestimmten Mengen) und mit 10% recht hohe Provision, zudem ist es nicht speziell auf Bücher auslegt. Bei Amazon ist man bei jedem Verkauf mit mindestens 1,14 € dabei, was den Verkauf von nicht so begehrten Büchern ziemlich unrentabel gestaltet. Doch wie funktioniert nun der Verkauf über booklooker?

Hier kommt nun eine Anleitung mit den wichtigsten Punkten und zahlreichen Tipps:

Ich habe mich bei booklooker im ersten Schritt als Privatperson registriert und unten einen Haken gesetzt bei “Ich möchte selbst Artikel zum Verkauf anbieten”. Danach müsst Ihr im Vergleich zu Nur-Käufern noch einige Informationen mehr hinterlegen. Unter persönliche Daten habt Ihr jederzeit Zugriff darauf. Im Folgenden gehe ich auf die beiden wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten ein, auch wenn booklooker noch jede Menge mehr wie Mengenrabatte und Preis vorschlagen etc. anbietet.

Zunächst solltet Ihr Eure “Eigene Versandbedingungen für Bücher” festlegen. Ihr könnt hier einfach die Standard-Werte übernehmen, was ich aber nicht ohne weiteres empfehle. Ich zum Beispiel versende nur mit der Deutschen Post und benutze neue Umschläge, von denen ich aber nur eine begrenzte Menge auf einmal kaufe, dementsprechend wäre der vorgegebene Preis ein Verlustgeschäft. Außerdem wiegt auch Verpackungsmaterial etwas, so dass ich empfehle, ein paar Gramm als Puffer abzuziehen. Andernfalls könnte es beim Aufgeben unerwartet teuer werden, wie ich selbst leider schon erleben musste. Den Versand ins Ausland biete ich erst gar nicht an.

Auch sehr wichtig: “Zahlungsarten für Bestellungen auswählen“. Hier könnt Ihr festlegen, was für Zahlungsarten akzeptiert werden. Als Privatperson mit nur gelegentlichen Verkäufen wollte ich es mir nicht zu kompliziert machen und biete daher nur Banküberweisung, also Vorkasse, an. Auch wenn ich beim Verschicken nicht immer abwarte, ob der Kunde tatsächlich gezahlt hat, sehe ich das gutes Mittel, die Zahlungsmoral der Kunden sicherzustellen und gleichzeitig nicht noch irgendwo Gebühren zahlen zu müssen. Beim Auswählen von Banküberweisung kann man dann auch direkt seine Bankverbindung hinterlegen, so dass diese später bei Käufen nicht mehr jedes Mal eingegeben werden muss.

booklookerDanach geht es dann an das Eingeben der Bücher. Unter “Meine Angebote” geht Ihr auf “Neues Angebot eingeben“, danach werdet Ihr nach der ISBN gefragt. Hier könnte aus meiner Sicht noch nachgebessert werden, so dass man anhand von Buchtiteln nach der ISBN suchen könnte. Ich nutze daher an dieser Stelle gerne andere Plattformen zum Raussuchen der ISBN. Ihr könnt aber natürlich auch einfach die ISBN vom Buch selbst abtippen. Das Vorgehen mit ISBN hat auf jedem Fall den Vorteil, dass die folgende Maske schon weitestgehend vorausgefüllt ist, ein Bild direkt hinterlegt wird und Ihr nur noch wenige Einstellungen selbst vornehmen müsst, nämlich “Zustand” und “Preis”. Falls Euch unklar ist, wie Ihr den Zustand einordnen sollt, gibt Euch booklooker beim Fahren über das Fragezeichen Hilfestellung. Auch bei der Preisgestaltung gibt es Hilfe: Es wird direkt der derzeit niedrigste Preis angezeigt. Es empfiehlt sich aber auf “Günstigstes Angebot” zu klicken, so dass Ihr alle Angebote mit ihren Zustand seht. Ein Buch, welches “stark abgenutzt” ist, ist schließlich wesentlich weniger wert als ein Buch mit Zustand “wie neu”. Wenn das Buch etwas beschädigt ist, solltet Ihr dies noch unter “Dann müsst Ihr abwarten, bis eure Angaben überprüft worden sind. Das geht aber sehr schnell und danach sind die Bücher online zum Verkauf. 

Danach heißt es dann warten, bis sich ein Käufer findet. Unter “Meine Angebote” habt Ihr jederzeit eine Übersicht, welche Bücher Ihr anbietet. In der Zeile “Sortierung” finden sich verschiedene Möglichkeiten zur Anordnung, zum Beispiel nach “Beliebtheit”, also wie oft ein bestimmtes Buch angeklickt wurde. Unter “Weitere Optionen” lässt sich zum Beispiel auch der Preis für alle Bücher auf einmal anziehen oder senken.

Wenn ein Buch verkauft wurde, bekommt Ihr eine E-Mail mit einer Benachrichtigung. Ihr werdet auch beim Einloggen in Euren Account mit einem Direktlink zum Verkauf darauf hingewiesen. Unter “Käufe/Verkäufe” und dann unter “Verkäufe anzeigen/stornieren” findet Ihr alle Verkäufe. Es gibt bei jeden Verkauf ein Dropdown-Menü, wo Ihr zunächst einmal “Zahlungsinformationen senden” auswählt. Dann erscheint ein Standardtext mit Eurer Bankverbindung. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr im Freifeld dann noch einen eigenen Text eingeben. Danach könnt Ihr über das Dropdown-Menü den jeweiligen Status festhalten, wobei ich zugeben muss, dass ich gern vergesse, die “Versandmitteilung” zu senden *hust* Zum Schluss bewerten sich Käufer und Verkäufer gegenseitig, wobei das manchmal sehr lange auf sich warten lässt und manchmal auch gar keine kommt. Aber bis jetzt bin ich 100% positiv bewertet worden.

Als Letztes fällt dann die Provision an. Diese beträgt 6,9% zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Rechnung darüber kommt entweder, wenn die fälligen Gebühren 10 Euro übersteigen oder drei Monate vorbei sind. Ich finde das einen fairen Preis, da es keinerlei Einstellgebühren gibt und ich in der Preisgestaltung völlig frei bin. So habe ich schon Hardcover für knapp unter dem Neupreis verkauft und muss mir keine Sorgen machen, falls ein Buch mal nicht weggeht.

Womit wir beim letzten Punkt wären: Lohnt sich das? Seit Ende April habe ich von 48 eingestellten Büchern (wobei ich einige nachträglich ergänzt habe) 16 Stück über booklooker verkauft und um die 120 Euro damit eingenommen, wobei die Provision noch abzuziehen ist. Die Versandkosten als durchlaufender Posten sind hierbei nicht aufgeführt. Booklooker ist aus meiner Sicht daher kein schneller Absatzweg, aber dafür ziemlich profitabel. Häufig habe ich das Doppelte, teilweise das Vierfache von dem bekommen, als wenn ich das Buch über eine Ankaufsplattform verkauft hätte. Allerdings muss man die Bücher natürlich auch halbwegs zugänglich lagern und öfters zur Post, denn die Bestellungen kommen nie auf einmal. Wer also schnell Platz schaffen will und keinen Platz zum zwischenlagern hat oder schnell das Geld bekommen möchte, fährt mit einem Ankaufsservice vermutlich besser.

Ich möchte abschließend darauf hinweisen, dass ich für diesen Artikel nicht bezahlt wurde und ich ihn nach besten Wissen und Gewissen verfasst habe. Falls bestimmte Angaben falsch sein sollten, dürft Ihr mich gerne darauf aufmerksam machen!

Link zu Booklooker

26. August 2014         

“Reckoners: Steelheart” von Brandon Sanderson


Selbst der stärkste Gegner ist verwundbar – du musst nur wissen, wo

Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …

Als vor zehn Jahren am Himmel Calamity erschien, erlangten einige Menschen Superkräfte und wurden nahezu unbesiegbar. Die sogenannten Epics nutzten ihre außergewöhnlichen Kräften, um zu herrschen und sich die die Menschheit untertan zu machen. Niemand stellt sich ihnen in den Weg. Niemand außer den Reckoners, einer Gruppe von Widerstandskämpfern im Untergrund, welche sich der Jagd auf Epics verschrieben hat. Sie studieren die Epics, um ihre Schwächen herauszufinden und sie dann zu ermorden.  Zu dieser Gruppe will auch David gehören, denn er kennt nur ein Ziel: Den Epic Steelheart töten.

Denn als er acht Jahre alt war, musste er miterleben, wie Steelheart am Tag seiner Machtergreifung seinen Vater tötete. Seitdem beobachtet er die Epics, um ihre Schwachpunkte zu finden. Gegenüber den Reckoners besitzt er einen entscheidenden Wissensvorsprung: Er hat gesehen, wie der sonst unverwundbare Steelheart blutete. Nun muss er es nur noch schaffen, von den Widerstandskämpfern aufgenommen zu werden. Doch selbst dann bleibt die Frage: Werden er und die Reckoners es schaffen, Steelheart und seine Getreuen zu Fall zu bringen?

Meinung

Statt epischer High Fantasy versucht sich Sanderson in diesem Band an einer Mischung aus Science Fiction und Urban Fantasy. Als großer Fan seiner anderen Bücher wie “Kinder des Nebels” und “Der Weg der Könige” war ich sehr gespannt, wie sich Sanderson schlägt, wenn er für ein jüngeres Publikum schreibt. Gelesen habe ich das Buch im Rahmen einer Leserunde mit zwei anderen Bloggerinnen.

Der Einstieg empfand ich als äußerst positiv, denn direkt im Prolog lässt Sanderson es richtig krachen und der Leser erfährt alles wesentliche über die Welt, die Vorgeschichte, die Natur der Epics und Davids Motivation. Dieses Tempo behält er auch für den Rest des Buches bei, so dass die Geschichte sehr spritzig erzählt wird. Garniert wird das ganze mit zahlreichen Actionszenen in verschiedenen Variationen. Sehr spannend ist natürlich auch die Sache mit den Epics, wobei die Fragen zu ihnen im Laufe der Handlung eher mehr statt weniger werden. Somit ist diese Geschichte wohl eine der rasantesten Erzählungen aus Sandersons Feder und prädestiniert für eine Verfilmung. Zu David und den Reckoners möchte ich hier gar nicht viel schreiben, es ist eine interessante Konstellation und jeder Charakter bringt eine spannende eigene Geschichte mit.

Warum ich dennoch nicht restlos von diesem Buch begeistert bin, liegt vor allem an zwei Dingen. Der eine Punkt wurde mir erst beim Lesen anderer Kritiken richtig bewusst: Es ist ein Buch “für Männer”. Damit soll nicht behauptet werden, dass sich nicht auch Frauen für ausführliche Schilderungen technischer Gerätschaften wie Waffen interessieren können. Es ist natürlich auch nachvollziehbar, dass der eigentlich noch in der Pubertät steckende David vor allem auf Megans äußere Attribute anspricht. Und es tauchen regelmäßig Frauen auf, sowohl bei den Reckoners als auch bei den Epics. Aber ich habe die starken Frauencharaktere aus den anderen Sanderson-Romanen hier doch vermisst. Auch wenn Hoffnung besteht, dass sich das in den Folgebänden ändern wird, der Schluss deutet daraufhin. Womit wir bei der anderen Schwachstelle wäre: Aus meiner Sicht war der Endkampf fraglos interessant gestaltet, aber der eine Fehler war mehr als dämlich und diese Entwicklung bei Firefight eine geschickte Wendung, aber für mich dennoch irgendwie unbefriedigend. Ein kleiner weiterer Kritikpunkt ist zudem vielleicht noch, dass einige Begriffe nicht ins Deutsche übersetzt wurden, wobei mich das kaum gestört hat.

Insgesamt empfand ich “Steelheart” als tolles Buch zum schnellen Lesen, das durch seine actionreiche Geschichte unterhält und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen, denn eine Menge Fragen blieben – wie könnte es beim ersten Teil einer Trilogie auch anders sein – ungeklärt. Aber im Vergleich zu seinen anderen Werken hatte dieses Buch die ein oder andere Schwäche und ließ zudem doch ein wenig von seiner sonstigen Originalität vermissen, vor allem was die Charakterzeichnung anging. Der Fairness halber sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass das Buch nur halb so lang wie seine sonstigen Geschichten ist und somit weniger Raum dafür blieb. Und für ein Debüt in diesem Genre fand ich die Geschichte wirklich toll.

Fazit

Sanderson ist mit seinem Debüt im Science-Fiction- und Urban-Fantasy-Bereich ein faszinierender und actiongeladender Trilogieauftakt gelungen, der neugierig auf die Fortsetzungen macht und nur einige kleine Schwächen aufweist.

Rating: ★★★★½

Dieses Buch habe ich mit der Skoobe-App gelesen.

Brandon Sanderson, Originaltitel “Steelheart”, übersetzt von Jürgen Langowski, 448 Seiten, Heyne Verlag, 9. Juni 2014.

Die Reckoners-Reihe im Überblick:
“Steelheart” #1 bereits erschienen
“Mitosis” #1,5 nur auf Englisch erschienen
“Firefight” #2 im Englischen für den 6. Januar 2015 angekündigt, erscheint auf Deutsch vermutlich im Juni 2015
“Calamity” #3 im Englischen für 2015 geplant, erscheint auf Deutsch vermutlich im Juni 2016

25. August 2014         

Wöchentliche Träumereien #34

KrümelmonsterNachdem ich die letzten Wochen eine sehr ruhige Kugel geschoben habe, hat das Leben mich nun wieder. Arzttermine, Grillen, Sitzungen, Schulungen und andere Treffen warteten diese Woche auf mich, so dass ich diese Woche eine Menge zu tun hatte. Dementsprechend habe ich in der vergangenen Woche auch sehr selten gebloggt und auch andere Freizeitprojekte schleifen lassen. Stattdessen habe ich für eine Feier das neulich bei Gundel Gaukeley bewunderte Krümelmonster-Rezept ausprobiert. Die stundenlange Arbeit zahlte sich aus: Es gab viel Bewunderung, Fragen nach der Zubereitung und Fotos wurden auch gemacht. Und geschmeckt haben sie natürlich auch!

Leseträume: Niente.

Serienträume: Ich habe den ReWatch von der ersten Staffel “The Closer” beendet. Ich hatte schon beim ersten Schauen parallelen zwischen erster und letzter Folge entdeckt, aber dieses Mal fielen mir noch einige mehr auf. Auch war es schön zu sehen, wie das Team zusammenwächst. Hatte allerdings ganz vergessen, was für ein Mistkerl Taylor war.

Linkträume: Eigentlich keine besonderen Vorkommnisse, die bloggenswert wären. Allerdings schleicht sich bei mir bei der Betrachtung des Feedreaders mittlerweile immer mehr das Gefühl ein, dass immer die gleichen Blogs bei Blogtouren mitmachen. Können die Verlage nicht mal andere Blogger anfragen? Ansonsten gab es in der vergangenen Woche nur eine Rezension zu “Weil ich Layken liebe” von Colleen Hoover, was mir nur mäßig gefallen hat.

Spielträume: Nachdem ich wochenlang von morgens bis abends hätte Skyrim spielen können, lässt der Rausch allmählich nach und ich beende das Spiel immer öfters, obwohl noch Zeit zum Weiterspielen wäre. Aber Spaß macht es immer noch und ich werde wohl noch eine Weile regelmäßig paar Stündchen mit verbringen.

Zukunftsträume: Langsam wird es wirklich Zeit bestimmte Dinge anzugehen. Ich hoffe, es klappt auch.

24. August 2014         
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