“Red Rising” von Pierce Brown
“Graceling” von Kristin Cashore
“Love Letters to the Dead” von Ava Dellaira
“The Girl With All The Gifts” von M.R. Carey
“Männer und andere Katastrophen” von Kerstin Gier
“Eleanor & Park” von Rainbow Rowell
“Revived” von Cat Patrick
“Throne of Glass” von Sarah J. Maas
“The Rithmatist” von Brandon Sanderson

Wöchentliche Träumereien #16

Was für eine vollgestopfte Woche, aber ich habe jede Menge geschafft! Am Montag habe ich beispielsweise vormittags ehrenamtlich einen Schulvortrag gehalten und nachmittags die Begrüßung für die SchülerUni moderiert, wofür ich jeweils sehr gelobt wurde. Am Donnerstag war ich bei einem Konzert meiner Lieblingssängerin Anneke van Giersbergen, welche dieses Mal für das Projekt “The Gentle Storm” mit dem Album “The Diary” tourt. Ich finde es ein sehr interessantes Konzept, die gleichen Liedtexte einmal sozusagen akustisch (gentle) und einmal mit Bombast (storm) einzuspielen, das erzeugt völlig andere Atmosphären. Am Wochenende hat es mich für ein ehrenamtliches Training nach Berlin verschlagen, was sehr schön, aber auch anstrengend war. Von morgens ab Acht Uhr bis abends Elf Uhr gemeinsam unterwegs zu sein hat intensive Kontakte beschert, aber ich bin froh, wenn ich die nächsten Tage kaum den Mund aufzumachen brauche. Vielleicht gibt es noch einen Bericht über Dussmann, wohin ich es in der sehr raren Freizeit geschafft habe.

Leseträume: Ich lese zurzeit recht fleißig. Zum einen werde ich wohl heute noch “Fairest” von Marissa Meyer beenden, welches faszinierende Einblicke in Levanas Psyche beschert. Zum anderen habe ich heute endlich mit “Die Worte des Lichts” von Brandon Sanderson begonnen und direkt über 200 Seiten bis zum ersten Zwischenspiel gelesen. Hilfreich war dabei der Umstand, dass der Zug auf dem Rückweg durch eine Stellwerkstörung über 80 Minuten Verspätung hatte. Der Hinweg war übrigens auch nicht ohne Tücken, da es in Berlin auf der Strecke ein Feuer gab …

Serienträume: Das Serien schauen habe ich mir diese Woche weitestgehend geschenkt, ich habe nur noch schnell die sechste Staffel von “Dr. House” beendet. Auch mein geliebtes “Let’s Dance” fiel weitestgehend aus, ich habe erst kurz vor Schluss einschalten können. Aber immerhin ist Detlef endlich raus und ich kann mir die Sendung die Tage noch komplett nachträglich ansehen, da der neue Fernseher auch aufnehmen kann.

Zukunftsträume: Morgen und übermorgen habe ich mir komplett frei geschaufelt. Brauche ich aber auch, denn auch wenn ich ganz begeistert davon bin, dass ich zwei Seiten diese Woche geschrieben habe, fehlen immer noch zehn Seiten. Mittwoch und Donnerstag sind wieder extrem verplant und am Wochenende erwarte ich Besuch. Ich fürchte daher, es wird hier in den nächsten Tagen sehr ruhig bleiben, auch wenn ich immerhin die Rezension zu “Fire” begonnen habe …

19. April 2015         

Wöchentliche Träumereien #15

Was für eine Woche! Ich kann und will gar nicht alles aufzählen, daher nur ein paar der zahlreichen Highlights: Mein neues Smartphone ist nach über drei Wochen endlich da! Das bedeutet, ich habe endlich wieder WLAN auf dem Handy. Was für eine Erleichterung, nachdem mein altes Smartphone sich seit mehr als einen Monat beharrlich weigert, mich dieses aktivieren zu lassen. Dann haben wir eine neue Fritz.Box und damit gehören ständige Verbindungsabbrüche am PC anscheinend der Vergangenheit an. Vielleicht kann ich endlich mal wieder “Guild Wars 2″ spielen! Außerdem haben sich meine Eltern nach über zwanzig Jahren mal einen neuen Fernseher gekauft und damit den Sprung ins 21. Jahrhundert vollzogen. Das wurde auch höchste Eisenbahn, da der alte Röhrenfernseher mittlerweile über eine Viertelstunde warm laufen musste, um ein annähernd scharfes Bild zu produzieren. Beim Friseur war ich endlich auch mal wieder und habe nun die Haare schön. Und meine Eltern haben ein Café aufgetan, wo es den Apfelkuchen genauso gibt, wie ich ihn liebe: Mit ganz viel Zimt, Rosinen und den richtigen Äpfeln!

Leseträume: Diese Woche habe ich die Zahl der gelesenen Bücher in 2015 glatt mal um 50% erhöht, denn ich habe habe sage und schreibe … zwei Bücher beendet. Tja, mit dem Lesen habe ich es dieses Jahr echt nicht so. Durchgelesen sind nun sowohl “Golden Son” von Pierce Brown und “Fire” von Kristin Cashore. Während “Bitterblue” ruhig noch etwas warten kann, würde ich nicht eine Sekunde zögern mit “Morning Star” zu beginnen. Leider kommt es erst nächstes Jahr raus *schnief*

Film- und Serienträume: Die sechste Staffel von “Dr. House” hat bei mir immer noch nicht gezündet, der derzeitige story arc um Sam Carr überzeugt mich auch nicht so wirklich und daher bin ich diese Woche nur bis zum Ende dieser Staffel gekommen. Könnte etwas knapp werden mit allen Staffeln bis vor dem Urlaub durchzukommen.

Gestern konnte ich das erste Mal “Let’s Dance” auf unserem neuen Fernseher schauen und dort dann tatsächlich mal Schweißperlen etc. erkennen. Schon beeindruckende Auflösung, da sieht man nun eine Menge an Details. Die Tänze von einigen Stars waren auch sehr beeindruckend, von manchen allerdings nicht so. Ich persönlich sah bei Miloš noch die Chance auf Steigerung, weshalb ich es schade finde, dass er jetzt schon raus ist. Bei Katja hingegen glaube ich nicht an Leistungssteigerungen, während Detlef einfach kein Tänzer ist. Meine drei Favoriten schlagen sich weiterhin gut, da sehe ich keine ernsthafte Konkurrenz.

Linkträume: Unter #Oetingerverlag läuft auf Twitter derzeit ein ziemlicher Shitstorm. Wieso, weshalb, warum – das alles hat Nija aufgedröselt.

Zurückgeträumt: Ich habe die letzte Woche vieles gemacht, aber beinahe nichts gebloggt. Immerhin ein Beitrag über Bücher, auf die ich nicht mehr warten will ist fertig geworden. Darin schreibe ich darüber, welche vier Bücher ich am sehnsüchtigsten erwarte – große Überraschung, dass es alles Reihenfinale sind. Welche Bücher hättet Ihr denn lieber heute als morgen?

Zukunftsträume: Der Praktikumsbericht ist Korrektur gelesen, es fehlt nur noch das Praktikumszeugnis. Meine beiden Fragen und der Termin für die mündliche Prüfung stehen. Angemeldet bin ich nach einiges an Lauferei auch, ich muss nur noch zwei Sachen nachreichen. Das heißt, dass ich mich nun vor allem auf meine Hausarbeit konzentrieren sollte und muss. Bei der ich häufig den Duden für Deutsch als Fremdsprache bemühe, denn wer weiß schon aus dem Stegreif, was so Wörter wie Konzeptualisierung, Konnex und explanativ exakt bedeuten? Immerhin habe ich schon drei Seiten verfasst und mein Ziel für diese Woche sind weitere drei Seiten. Wobei die nächsten Tage sehr turbulent werden, jeden Tag steht etwas besonderes an. Am Wochenende fahre ich dann für eine Schulung nach Berlin. Und auch der Rest vom April sieht nicht viel besser aus. Da wird es mit der Bloggerei wohl nichts werden …

12. April 2015         

Bücher, auf die ich nicht mehr warten will

Es gibt viele Bücher, die ich lesen will. Einige Bücher sind noch nicht erschienen und ich warte ungeduldig. Aber schrecklich gespannt bin ich nur auf wenige. Nämlich auf die Vier hier nun Aufgeführten.

Während mich “The 5th Wave” von Rick Yancey total begeisterte, war ich von “The Infinite Sea” sehr enttäuscht. Dennoch kann ich gar nicht abwarten, endlich “The Last Star” in den Händen zu halten. Denn im zweiten Teil ging es zwar nur sehr langsam voran und für meinen Geschmack auch ein wenig konfus, aber ganz zum Schluss wurde es dann extrem spannend. Nun steh ich da mit vielen Fragen, die vorherigen Gewissheiten über den Haufen geworfen. Insbesondere bezüglich Commander Vosch würden mich einige Antworten brennend interessieren. Außerdem gilt es ja immer noch die Menschheit zu retten und dann haben wir da eine Liebesgeschichte und und und. Am 8. September 2015 wird klar sein, ob die Menschlichkeit siegen wird. Immerhin kommt nur ein halbes Jahr später, nämlich am 4. Februar 2016, auch schon der erste Teil in die deutschen Kinos!

Als bekennender Fan von Kerstin Gier kaufe ich fast alles, was sie veröffentlicht. Felsenfest hatte ich damit gerechnet, dass auch der letzte Teil der Silber-Trilogie wie “Silber: Das erste Buch der Träume” und “Silber: Das zweite Buch der Träume” im Juni erscheinen würde. Stellt Euch meine Enttäuschung vor, als ich herausfand, dass “Silber: Das dritte Buch der Träume” erst zur Buchmesse erscheinen soll! Zumindest hat Kerstin Gier auf FB schon mal das wirklich schöne Cover zu Silber 3 enthüllt. Nur hilft mir das auch nicht weiter bei der Suche nach Antworten: Gibt es demnächst eine Überfüllung der Flure der Traumwelt? Können Liv und ihre Freunde Anabell stoppen? Ist es danach vorbei mit der Träumerei? Und dann finde ich ja immer noch, das Grayson und Liv das süßere Paar wären, aber ob es so kommt? Tja, am 8. Oktober 2015 wissen wir mehr!

Ich zähle zu den Leuten, die überhaupt nicht glücklich waren, als die Verschiebung von “Winter” von Marissa Meyer bekannt gegeben wurde. Statt den vierten Teil der Lunar Chronicles im Januar herauszubringen, entschied sich der Verlag dafür, die Novelle “Fairest” zu veröffentlichen, welche zwischen “Cress” und “Winter” spielt. Dass es keine zu meinen anderen Taschenbüchern passende Ausgabe von “Fairest” gibt, ist da nur das Sahnehäubchen. Aber zurück zu “Winter”: Das Buch wird mit 800 Seiten ein echter Brocken! Mich interessant unheimlich, wie Cinder Queen Levana zu Fall bringen wird. Außerdem freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Iko, Scarlet und Wolf. Gewartet werden muss noch bis zum 10. November 2015.

Am Schlimmsten ist es jedoch mit “Morning Star“, den dritten Teil der Red-Rising-Trilogie von Pierce Brown. Während “Red Rising” ein recht zufriedenstellendes Ende hatte, endete der zweite Teil “Golden Son” (Rezension kommt bald) in einem Desaster. Dass der Protagonist dies überleben wird, erscheint mir nur deshalb sicher, weil er der Erzähler ist. Dennoch brenne ich darauf zu erfahren, wie es mit Darrow weitergeht und ob seine Verbündeten entkommen konnten. Werden sie ihn retten oder wird er neue Helfer finden? Vermutlich wird er an unerwarteten Stellen neue Freunde finden, aber auch wieder mit Verrat zu kämpfen haben. Überhaupt bin ich extrem neugierig zu erfahren, was für ein Finale sich Pierce Brown ausgedacht hat. Wird er eine gute Lösung für die im zweiten Band angesprochenen Probleme finden? Die Liebesgeschichte interessiert mich nur am Rande, aber auch hier wüsste ich zu gern, wie es ausgeht. Und nicht zuletzt hoffe ich darauf, dass ein bestimmter Charakter doch nicht tot ist, auch wenn ich wenig Hoffnung habe. Bis zum 5. Januar 2016 ist es leider noch verdammt lange hin …

9. April 2015         

Wöchentliche Träumereien #14

OstergeschenkZunächst einmal: Frohe Ostern! In wundertolles Raupe-Nimmersatt-Geschenkpapier eingewickelt hat mir der Osterhase “Tante Poldi und die sizilianischen Löwen” von Mario Giordano vorbei gebracht. Auch sonst ist der April da und so langsam macht sich der Zeitdruck bei einigen Aufgaben bemerkbar. Nachdem ich in letzter Zeit fleißig aufgeräumt habe (wer kennt sie nicht, diese Extremform des Prokrastinierens?!), habe ich diese Woche auch schon mal meinen Praktikumsbericht geschrieben. Nun sollte ich in den nächsten Tagen mich für die zwei Themen meiner mündlichen Prüfung entscheiden und bei meiner Hausarbeit durchstarten. Vermutlich werde ich auch viel Zeit mit Aufräumen verbringen, aber mein Zimmer hat es auch wirklich nötig und der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten …

Leseträume: Traurigerweise kann ich mich immer noch kaum aufraffen, die dringend für die Uni zu lesenden Sachen zu lesen. Immerhin bin ich ein gutes Stück mit “Fire” von Kristin Cashore weitergekommen, so dass ich Mitte dieser Woche durch sein sollte. Am Wochenende habe ich mir dann auch mal wieder “Golden Son” von Pierce Brown geschnappt und bin nun wenige Kapitel vor Ende, wo es mir wieder schwer fällt weiterzulesen. Ich habe das Buch ja nur so lange unterbrochen, weil ich nicht will, dass es zu Ende ist – bis “Morning Star” dauert es ja leider noch fast ein Jahr :/

Serienträume: Endlich erschien die vierte Staffel von “Game of Thrones” und nachdem ich am Montag die DVDs erhalten hatte, habe ich die folgenden Stunden praktisch ausschließlich in Westeros verbracht. Kein Wunder daher, dass ich bereits am Dienstagabend alle Folgen gesehen hatte. Von den Specials habe ich mir bisher nur “Die Gefallenen: Ein Gespräch” angeschaut. Es war recht witzig zu erfahren, wie die Darsteller von ihren bevorstehenden Serientod erfahren haben und auch andere Details um ihr Ableben sind sehr interessant.

Dementsprechend habe ich diese Woche nicht sehr viel “Dr. House” geschaut. Macht auch relativ wenig Spaß grad, da ich ungern dabei zuschaute, wie Camerons und Chases Beziehung zerbrach. House tat mir richtig leid, wo er sich endlich ans Herz gefasst hat und Cuddy einen Einblick in seine Gefühle gegeben hat – um dann festzustellen, dass er zu spät dran ist. Und an Wilsons Stelle hätte ich diesem Egozentriker ja nie im Leben ein Stück meiner Leber gespendet!

Spielträume: Niente. Ich verspüre einfach wenig Lust darauf und Zeit habe ich dafür eigentlich auch nicht, das trifft sich schon ganz gut.

Linkträume: Leider nur ein Aprilscherz, dennoch eine geniale Idee: KINDLR, the New Goodreads Dating App!  Wenn es diese in echt gäbe, würde ich sie glatt mal ausprobieren. Auch wenn ich fürchte, dass der Frauenüberschuss auf Goodreads viel zu hoch ist, als das dabei etwas herum käme.

Zurückgeträumt: Dafür, dass ich letzten Sonntag kaum Ideen hatte, ist mir eine Menge eingefallen. Am Montag gab es eine neue Ausgabe von “Get it boxed”, am Dienstag berichtete ich über Tagebücher zum Ankreuzen und Ausfüllen und am Mittwoch hieß es nach langer Zeit mal wieder “Waiting on Wednesday” mit “The Sun In Her Eyes” von Paige Toon. Außerdem habe ich endlich mal “Red Rising” von Pierce Brown rezensiert und damit alle ausstehenden Rezensionen abgearbeitet – Heureka!

Zukunftsträume: Ich freue mich schon richtig darauf wieder zur Arbeit zu gehen, um all meine Kollegen wiederzusehen. Die neue Kollegin hat zum 1. April auch endlich angefangen und so sitze ich nicht mehr alleine in meinem Büro. Das wird vermutlich eine Umstellung, aber bietet auch Vorteile. Diese Woche wird erfreulicherweise noch relativ ruhig, aber nächste Woche geht es dann richtig zur Sache und ein Termin jagt den nächsten. Ein Grund mehr, mit der Hausarbeit vorwärts zu machen. Immerhin habe ich nun schon mal eine detaillierte Gliederung erstellt und erste Quellen zusammengesucht, aber das wird nicht reichen …

5. April 2015         

“Red Rising” von Pierce Brown

“I live for the dream that my children will be born free,” she says. “That they will be what they like. That they will own the land their father gave them.”

“I live for you,” I say sadly.

Eo kisses my cheek. “Then you must live for more.”

Darrow is a Red, a member of the lowest caste in the color-coded society of the future. Like his fellow Reds, he works all day, believing that he and his people are making the surface of Mars livable for future generations. Yet he spends his life willingly, knowing that his blood and sweat will one day result in a better world for his children.

But Darrow and his kind have been betrayed. Soon he discovers that humanity reached the surface generations ago. Vast cities and lush wilds spread across the planet. Darrow – and Reds like him – are nothing more than slaves to a decadent ruling class.

Inspired by a longing for justice, and driven by the memory of lost love, Darrow sacrifices everything to infiltrate the legendary Institute, a proving ground for the dominant Gold caste, where the next generation of humanity’s overlords struggle for power.  He will be forced to compete for his life and the very future of civilization against the best and most brutal of Society’s ruling class. There, he will stop at nothing to bring down his enemies . . . even if it means he has to become one of them to do so.

Inhalt

Darrow ist ein Roter, ein Mitglied der niedrigsten Klasse in einer in Farben aufgeteilten Gesellschaft der Zukunft. Wie seine roten Kameraden arbeitet er den ganzen Tag in dem Glauben, dass er und seine Leute die Oberfläche des Mars für zukünftige Generationen bewohnbar machen. In dem Wissen, dass sein Blut und Schweiß eines Tages in einer besseren Welt für seine Kinder resultieren wird, verbringt Darrow sein Leben freiwillig so. Aber Darrow und die seinen wurden betrogen: Die Menschheit hat die Oberfläche vor Generationen erreicht, längst gibt es überall auf den Planeten riesige Städte. Die Roten sind nicht mehr als Sklaven für die dekadente herrschende Klasse.

Getrieben vom Verlangen nach Gerechtigkeit und der Erinnerung an seine verlorenen Liebe opfert Darrow alles, um das legendäre Institut infiltrieren zu können: Die Bewährungsprobe für die dominante Gold-Kaste, in der die nächste Generation der menschlichen Oberherren um Macht kämpft. Er wird gezwungen, in einem Wettbewerb um sein Leben und die Zukunft der Zivilisation zu kämpfen, gegen die besten und brutalsten der herrschenden Klasse. Er wird vor nichts halt machen um seine Feinde zu stürzen … selbst wenn dies bedeutet, dass er einer von ihnen werden muss, um dies zu tun.

Meinung

“A story of vengeance, warfare and the quest for power . . . reminiscent of The Hunger Games and Game of Thrones.”—Kirkus Reviews

Red Rising braucht den Vergleich nicht zu scheuen, für mich war es wirklich eine hervorragende Mischung aus Hunger Games und Game of Thrones. Insbesondere zu Letzteres besteht Ähnlichkeit: Nicht nur was die Intrigen angeht und die Anzahl der vorkommenden Personen, es gibt zudem sehr viel brutale Gewalt und der Tod schreckt auch vor lieb gewonnenen Figuren nicht zurück, auch ist die Sprache derb. Damit sollte allerdings auch klar sein, dass dieses Buch absolut nicht für Kinder und zartbesaitete Gemüter geeignet ist. Was mir zudem besonders gut gefiel: Es gibt hier keine gewöhnliche Rebellion, sondern es geht um sorgsam geplante Rache in einer Welt, in der Macht das Einzige von Bedeutung ist und Krieg dafür billigend im Kauf genommen wird.

Überhaupt hat mich diese Welt sehr beeindruckt: Pierce Brown zeigt den Mut, mehrere hundert Jahre in die Zukunft zu gehen und das ganze Sonnensystem in seiner Dystopie zu besiedeln. Die nach Farben geordnete Gesellschaft ist unmenschlich und doch logisch. Es ist erschreckend und konsequent, wie weit beim enhancement der Menschen gegangen wurde. Die Nutzung von Latein bei den Namen hätte auch daneben gehen können, aber für mich passte es hervorragend zu dieser Kultur, die sich auf die Antike beruft. Nicht zuletzt präsentiert er eine Geschichte der Gesellschaft, die im Laufe der Zeit immer vielschichtiger wird.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Ich-Erzähler Darrow, der zu Beginn der niedrigsten Kaste angehört und von den Goldenen dermaßen getäuscht wurde, dass er über seine Welt kaum mehr weiß als der Leser. Darrow ist nicht vom Anfang an ein Rebell, ganz im Gegenteil. Diese Ausgangsposition gibt Pierce Brown ganz andere erzählerische Möglichkeiten, was die Entwicklung seines Helden und die Entdeckung der Welt angeht. Darrow beweist sich im Laufe der Handlung als guter Stratege und geschickter Taktiker. Aber er erlebt dennoch immer wieder Rückschläge, wo er seine Lage überdenken muss, so dass ihm der Erfolg trotz seines Naturtalents nicht zufliegt. Ich habe mich in seiner Gedankenwelt sehr wohl gefühlt und obwohl er der Erzähler ist, waren seine Handlungen durch geschickte Auslassungen oft genug überraschend, aber nicht unlogisch. Auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, da Pierce Brown auf einseitig gute oder böse Darstellungen verzichtet hat und stattdessen mehr oder weniger sympatische Charaktere mit ambivalenten Motiven gezeichnet hat. Viele wuchsen mir sehr ans Herz und ihr Verlust schmerzte, denn Pierce Brown braucht nicht viel Zeit, um einen Figuren nahe zu bringen. Selten hat mich der Tod einer Figur in den ersten Kapiteln so berührt wie hier.

“I live for you,” I say sadly.

Eo kisses my cheek. “Then you must live for more.”

Positiv überrascht hat mich auch immer wieder, dass sich abzeichnende Entwicklungen meist unmittelbar darauf eintraten und oft genug einen unerwarteten Ausgang nahmen. Statt mehrere Kapitel auf ein Ereignis hinzuarbeiten, ereignet sich vieles in rascher Folge. Dementsprechend gibt es aus meiner Sicht auch kaum Längen in der Geschichte. Möglicherweise gefällt nicht jeden der recht lange und nicht ganz so zielstrebige Teil im Institut. Mir gefiel dieser jedoch größtenteils und ich sehe ihn auch als wichtig für das Reifen von Darrow an. Ich muss zugeben, dass mich die Entwicklungen zum Ende hin kalt erwischten, aber Darrows Handeln passte durchaus zu seinen Charakter.

Zum Schluss ist zwar ein Etappenziel erreicht, aber Darrows Weg noch lange nicht zu Ende. Ich bin gespannt darauf, Darrow auf seinem Weg nach Oben und beim Verändern seiner Welt zu begleiten. Um die Gesellschaftsordnung zu stürzen kann es nicht damit getan sein, “mal eben” eine Revolution anzuzetteln und die Oberbösewichte zu töten. Und das macht diese Trilogie besonders spannend. Weshalb ich mir noch vor Lesen des Ende den zweiten Teil bestellt habe …

Fazit 

Hunger Games meets Game of Thrones – eine mitreißende Science Fiction voller mörderisches Intrigen und überraschender Wendungen, die mit einem rauen Helden aufwartet und wo die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Für mich schon jetzt eins der besten Bücher, die ich dieses Jahr lesen werde.

Rating: ★★★★★

Pierce Brown, Originaltitel “Red Rising”, 382 Seiten, Del Rey, 28. Januar 2014.

Die Trilogie besteht aus “Red Rising”, “Golden Son” und “Morning Star”, wobei der letzte Teil am 5. Januar 2016 erscheinen soll. Die deutschen Übersetzung des ersten Band erschien unter den gleichen Titel bei Heyne fliegt.

Derzeit befindet sich eine Verfilmung des ersten Teils in der Entwicklung. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Verfilmung tatsächlich stattfindet, 11 Gründe warum Red Rising besser als die Hunger Games wird  findet Ihr hier. Allein der “Song of Persephone” würde mich den Film sehen lassen, eine Fan-Version gibt es auf YouTube

4. April 2015         
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